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Kurzantwort: Der Laser schickt Licht einer festen Wellenlänge ins Haar, wo der Farbstoff Melanin es aufnimmt und in Wärme umwandelt. Diese Wärme schädigt die Haarwurzel. Wirksam ist das nur an Haaren in der Wachstumsphase, deshalb sind mehrere Sitzungen nötig. Wer das Gerät bedient, braucht seit Ende 2022 einen Fachkundenachweis.
Laserhaarentfernung ist die verbreitetste Methode, wenn es um Dauerhaftigkeit geht. Sie ist auch die mit den meisten Missverständnissen.
Zwei davon halten sich besonders: dass eine Sitzung reicht und dass es bei jedem funktioniert. Beides trifft nicht zu.
Hier steht, was das Gerät tatsächlich macht, wann es wirkt, worin der Unterschied zu IPL liegt und welche Vorgaben in Deutschland gelten.
Wie der Laser wirkt
Das Laserlicht hat eine feste Wellenlänge. Es wird gezielt vom Melanin im Haar und in der Haarwurzel aufgenommen.
Die aufgenommene Energie wird in Wärme umgewandelt. Die Wärme entsteht direkt am Follikel und zerstört dort die Zellen, aus denen das Haar nachwächst.
Damit das gelingt, muss das Haar Verbindung zur Wurzel haben. Deshalb wird vor der Sitzung rasiert. Ein gezupftes oder gewachstes Areal hat schlicht kein Ziel für das Licht.
Nicht jedes behandelte Haar fällt sofort aus. Häufig braucht es ein bis zwei Wochen, bis die Haare aus der Haut geschoben werden.
Wann er wirkt und wann nicht
Getroffen werden nur Haare in der Wachstumsphase, am besten die, die gerade damit beginnen. Alle anderen bleiben unbeeindruckt.
Auf einer Fläche befinden sich die Haare immer in unterschiedlichen Phasen. Deshalb wird in Serien gearbeitet, mit Abständen von mehreren Wochen.
Die zweite Bedingung ist Kontrast. Helle Haut mit dunklem Haar ist die beste Voraussetzung, weil die Energie dann fast vollständig im Haar landet.
Weiße Haare ohne Pigment sprechen nicht an, blonde und rote nur schlecht. Bei dunklen Hauttypen nimmt auch die Haut das Licht auf, das Risiko für Pigmentflecken und Verbrennungen steigt.
Frisch gebräunte Haut ist aus demselben Grund ein Ausschlussgrund. Solarium und intensive Sonne fallen mehrere Wochen vor dem Termin aus.
Laser oder IPL
IPL steht für intensives gepulstes Licht. Diese Geräte arbeiten mit einer Xenon-Lampe, die ein breites Spektrum abgibt.
Über Filter wird das Spektrum auf einen Bereich eingegrenzt, meist etwa 640 bis 950 Nanometer. Ein Laser dagegen liefert von vornherein genau eine Wellenlänge.
Das Wirkprinzip ist dasselbe: Melanin nimmt das Licht auf, die Wärme schädigt die Wurzel. Der Unterschied liegt in der Präzision und in der Zahl der einzustellenden Parameter.
Bei IPL müssen Wellenlänge, Energiedichte, Impulsdauer und Impulsfolge passend gewählt werden. Die Rate an Nebenwirkungen liegt deshalb tendenziell höher, und bei falscher Einstellung sind starke Verbrennungen möglich.
Für die Haarentfernung gilt bei IPL mit fünf bis zehn Terminen im Abstand von sechs bis zehn Wochen zudem meist ein längeres Programm.
Wie viele Sitzungen und was es kostet
Für eine Laserserie werden häufig vier bis acht Sitzungen angesetzt, teilweise mehr. Der Abstand liegt bei acht bis zwölf Wochen.
Wie viele es am Ende werden, hängt von Körperregion, Haarstärke, Alter und Hormonlage ab. Gesichtsbehaarung braucht in aller Regel mehr Termine als Beine.
Selbst nach einer vollständigen Serie sind die Haare selten für immer weg. In den meisten Fällen bleibt eine deutliche, dauerhafte Reduktion, gelegentlich sind Auffrischungen nötig.
Preise unterscheiden sich stark nach Fläche und Anbieter. Lass dir die Kosten für die gesamte Serie nennen und frag, was Auffrischungstermine danach kosten.
Recht und Sicherheit in Deutschland
Seit dem 31. Dezember 2020 gilt die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung, kurz NiSV. Sie regelt Laser und intensive Lichtquellen am Menschen.
Seit dem 31. Dezember 2022 muss die anwendende Person eine Fachkunde nachweisen, die über eine Schulung nach den Vorgaben der Verordnung erworben wird. Betreiber müssen den Einsatz solcher Geräte außerdem der zuständigen Behörde anzeigen.
Bestimmte Anwendungen sind approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten: ablative Laserbehandlungen, Eingriffe an pigmentierten Hautveränderungen und Gefäßen, das Entfernen von Tätowierungen und Permanent-Make-up.
Die Haarentfernung selbst fällt nicht darunter. Muttermale müssen beim Lasern aber ausgespart werden, um eine bösartige Veränderung auszuschließen.
Vorbereitung und Nebenwirkungen
Vier Wochen vor dem Termin gehören Zupfen, Wachsen und Bleichen unterlassen. Rasiert wird am Vortag oder am Behandlungstag.
Am Termin selbst kommt nichts auf die Haut: keine Creme, keine Bodylotion, kein Deo, kein Make-up im Behandlungsareal.
Üblich sind danach Rötung, Schwellung und leichtes Brennen für ein bis zwei Stunden. Gelegentlich bilden sich Krusten, die über Stunden bis einige Tage bestehen und nicht abgekratzt werden dürfen.
Seltener treten Entzündungen und vorübergehende Pigmentstörungen auf. Vor und nach der Behandlung ist konsequenter UV-Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor nötig.
Sinnvoll ist eine Probebehandlung auf kleiner Fläche, vier bis sechs Wochen vor dem regulären Start.
Häufige Fragen
Ist Laserhaarentfernung endgültig?
Meist nicht vollständig. Erreicht wird in der Regel eine dauerhafte Reduktion, gelegentlich bleiben Auffrischungen nötig.
Funktioniert Laser bei blonden Haaren?
Schlecht. Das Verfahren braucht Melanin als Ziel. Weißes Haar spricht gar nicht an, blondes und rotes nur begrenzt.
Was ist der Unterschied zwischen Laser und IPL?
Der Laser sendet eine feste Wellenlänge, IPL ein gefiltertes Breitbandlicht aus einer Xenon-Lampe. Bei IPL sind mehr Parameter einzustellen, die Nebenwirkungsrate liegt höher.
Wie lange dauert eine Serie?
Bei vier bis acht Sitzungen und acht bis zwölf Wochen Abstand kommen schnell zwölf Monate zusammen.
Darf ich vorher in die Sonne?
Nein. Gebräunte Haut nimmt das Licht selbst auf. Solarium und intensive Sonne sind mehrere Wochen vor und nach der Behandlung tabu.
Wer darf lasern?
Zur Haarentfernung jede Person mit NiSV-Fachkunde. Muttermale, Gefäße und Tätowierungen gehören in ärztliche Hände.
Quellen
- haut.de: Dauerhafte Methoden der Haarentfernung
- Bundesamt für Strahlenschutz: NiSV
- NiSV im Volltext (gesetze-im-internet.de)
- Wikipedia: Laser-Epilation
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Geschrieben von Marie, Redaktion frauenlifestyle.de — sie schreibt hier über Pflege, Mode und was davon im Alltag trägt.







