Männerfrisuren: Die gängigen Schnitte und was zu wem passt

Kurz gesagt: Die gängigsten Männerschnitte sind Fade, Undercut, Buzzcut, Crop und Sidepart. Der Unterschied liegt fast immer im Übergang zwischen Seiten und Deckhaar – fließend beim Fade, hart beim Undercut. Wer das benennen kann, bekommt beim Friseur, was er will.

Die meisten Missverständnisse beim Friseur betreffen genau diesen Übergang.

Die Schnitte

Fade. Die Seiten werden nach unten stufenlos kürzer. Varianten: Low Fade beginnt tief über dem Ohr, Mid Fade auf mittlerer Höhe, High Fade weit oben. Der Skin Fade läuft bis auf die Haut aus.

Undercut. Seiten und Hinterkopf auf einheitlicher, kurzer Länge, das Deckhaar deutlich länger – mit hartem Absatz statt Verlauf.

Buzzcut. Überall dieselbe Maschinenlänge. Pflegeleicht, betont die Kopfform.

Crop. Kurzes Deckhaar mit stumpf geschnittenem Pony nach vorn, Seiten kurz. Gut bei feinem Haar.

Sidepart. Klassischer Seitenscheitel, Deckhaar länger, Seiten kurz.

Curly Top. Locken oben stehen lassen, Seiten kurz – der Schnitt für lockiges Haar.

Nach Haarstruktur

Feines Haar. Crop mit stumpfer Kante. Zu lange Deckhaare fallen in sich zusammen.

Dickes Haar. Fast alles möglich; ausdünnen lassen, damit es nicht absteht.

Lockiges Haar. Länge oben lassen, Seiten kurz halten. Trocken schneiden lassen.

Geheimratsecken. Kürzer und Deckhaar nach vorn statt nach hinten. Ein Crop kaschiert besser als ein Sidepart.

Beginnende Glatze. Kurz und gleichmäßig wirkt souveräner als jede Kaschierstrategie.

Was man beim Friseur sagt

Statt „kurz an den Seiten“ die Maschinenlänge nennen: Nummer 1 entspricht 3 Millimetern, Nummer 3 etwa 10 Millimetern, Nummer 6 etwa 19 Millimetern.

Dazu die Höhe des Übergangs und ob er weich verlaufen oder abgesetzt sein soll. Mit diesen drei Angaben ist fast jeder Schnitt eindeutig beschrieben.

Ein Foto hilft zusätzlich – aber nur eines von jemandem mit ähnlicher Haarstruktur.

Pflege und Intervall

Kurze Schnitte mit Verlauf wachsen sichtbar heraus: Nach drei bis vier Wochen verliert ein Fade seine Form. Längere Schnitte halten sechs bis acht Wochen.

Beim Styling gilt: Matte Produkte wie Clay und Paste wirken natürlicher als glänzendes Gel. Ins handtuchtrockene Haar eingearbeitet halten sie besser als ins trockene.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fade und Undercut?

Der Fade verläuft stufenlos, der Undercut hat eine harte Kante.

Wie oft zum Friseur?

Bei Fade alle drei bis vier Wochen, bei längeren Schnitten alle sechs bis acht.

Welcher Schnitt bei Geheimratsecken?

Crop oder kurze Varianten mit Deckhaar nach vorn.

Kann man einen Fade selbst schneiden?

Der Verlauf ist der schwierigste Teil. Ein Buzzcut gelingt zu Hause, ein Fade selten.

Quellen

Das passt dazu

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