Ronaldo Frisuren – die bekanntesten Schnitte im Überblick

Kurz gesagt: Die bekannteste Ronaldo-Frisur ist der Undercut mit langem Deckhaar und Seitenscheitel — kurze Seiten, oben Länge, seitlich nach hinten gestylt. Daneben trug er über die Jahre einen kurzen Fade, den Quiff mit hochgestyltem Ansatz und in der WM-Zeit 2002 den bekannten dreieckigen Ansatzschnitt seines Namensvetters Ronaldo Nazário.

Die Verwechslung vorweg

Zwei berühmte Spieler heißen Ronaldo, und die Suche vermischt beide.

Ronaldo Nazário, der brasilianische Stürmer, trug bei der Weltmeisterschaft 2002 einen kahlgeschorenen Kopf mit einem stehengelassenen Dreieck über der Stirn. Er erklärte später, er habe damit von einer Verletzung ablenken wollen.

Cristiano Ronaldo, der portugiesische Spieler, prägte die Frisuren, nach denen heute meistens gesucht wird.

Der Undercut mit Seitenscheitel

Die bekannteste Variante. Die Seiten sind kurz geschnitten oder abrasiert, das Deckhaar bleibt mehrere Zentimeter lang und wird mit einem klaren Scheitel seitlich nach hinten gelegt.

Beim Friseur verlangt man: an den Seiten ein Fade auf Stufe 1 bis 3, oben Länge lassen, Übergang weich. Wer den Scheitel scharf möchte, lässt ihn einrasieren — das hält allerdings nur wenige Tage.

Zum Stylen eignet sich Pomade oder Wachs mit starkem Halt, in das noch feuchte Haar eingearbeitet und mit dem Föhn in Form gebracht.

Der kurze Fade

Die pflegeleichteste Variante: rundum kurz, mit einem weichen Übergang von sehr kurz an den Seiten zu etwas länger oben.

Beim Friseur heißt das ein Low Fade, Mid Fade oder High Fade, je nachdem, wie hoch der Übergang ansetzt. Diese Frisur braucht alle drei bis vier Wochen einen Nachschnitt, dafür kein tägliches Styling.

Der Quiff

Das Deckhaar wird nach oben und vorn gestylt, die Seiten bleiben kurz. Der Look wirkt aufwendiger und braucht mehr Länge oben — mindestens sechs bis acht Zentimeter.

Gestylt wird über den Föhn: Kopf nach unten, Haare mit einer Rundbürste nach vorn föhnen, dann mit Wachs in Form bringen.

Was man beim Friseur sagen sollte

  • Ein Foto mitbringen — das ist zuverlässiger als jede Beschreibung
  • Die gewünschte Länge in Zentimetern oder Maschinenstufen angeben
  • Sagen, wie hoch der Übergang ansetzen soll
  • Klären, wie oft nachgeschnitten werden muss
  • Fragen, ob die eigene Haarstruktur das hergibt

Was die eigene Haarstruktur zulässt

Hier liegt der Punkt, an dem die meisten Erwartungen scheitern. Ein Undercut mit glatt zurückgelegtem Deckhaar setzt kräftiges, eher glattes Haar voraus.

Feines Haar fällt unter dem Gewicht der Länge zusammen. Kürzere Varianten mit Textur funktionieren besser als lange, glatt gelegte.

Lockiges Haar lässt sich nicht ohne dauerhaftes Glätten in einen glatten Seitenscheitel bringen. Ein Fade mit natürlicher Locke oben sieht besser aus und ist deutlich pflegeleichter.

Geheimratsecken sind kein Hindernis, verändern aber die Wirkung. Ein etwas kürzerer, texturierter Schnitt kaschiert besser als eine zurückgelegte Länge.

Der Pflegeaufwand

Kurze Fades brauchen Nachschnitte alle drei bis vier Wochen, sonst verliert der Übergang seine Form. Längere Varianten halten sechs bis acht Wochen.

Beim Styling gilt: weniger Produkt als gedacht, dafür gleichmäßig verteilt. Zu viel Wachs beschwert das Haar und lässt es fettig wirken.

Wer täglich stylt, sollte die Kopfhaut regelmäßig gründlich waschen — Rückstände von Pomade können die Poren verstopfen.

Warum diese Frisuren so verbreitet sind

Die Kombination aus kurzen Seiten und längerem Deckhaar ist seit über einem Jahrzehnt der meistverlangte Herrenschnitt. Sie funktioniert bei den meisten Gesichtsformen, lässt sich in der Länge anpassen und wächst ordentlich heraus.

Dass sie mit einem bekannten Namen verbunden ist, hat die Verbreitung beschleunigt — erfunden wurde sie aber nicht dort. Der Undercut war bereits in den 1920er-Jahren verbreitet und kam in den 2010er-Jahren zurück.

Die Gesichtsform mitdenken

Ein Schnitt, der auf einem Foto überzeugt, wirkt auf einem anderen Kopf anders. Ausschlaggebend ist die Gesichtsform.

Ovales Gesicht: nahezu jeder Schnitt funktioniert.

Rundes Gesicht: Höhe oben streckt, sehr kurze Seiten unterstützen das. Breite an den Seiten sollte vermieden werden.

Eckiges Gesicht: Ein weicher Übergang nimmt Härte heraus; ein sehr scharfer Fade betont die Kanten zusätzlich.

Längliches Gesicht: Weniger Höhe oben, dafür etwas mehr Volumen an den Seiten.

Ein guter Friseur spricht das von sich aus an. Wer nur ein Foto vorlegt und nichts fragt, bekommt den Schnitt vom Bild — nicht unbedingt den, der passt.

Selbst schneiden — was geht und was nicht

Die Seiten mit einer Maschine nachzuschneiden, ist mit etwas Übung machbar: eine Stufe wählen, gleichmäßig von unten nach oben arbeiten, im Spiegel mit einem zweiten Handspiegel kontrollieren.

Der Übergang ist der schwierige Teil. Ein sauberer Fade braucht mehrere Aufsätze und eine ruhige Hand — hier scheitern die meisten Versuche, und der Fehler wächst wochenlang mit.

Das Deckhaar sollte man einer Schere überlassen. Wer es dennoch selbst kürzt, nimmt einzelne Strähnen senkrecht hoch und schneidet nur die Spitzen an, statt gerade abzuschneiden.

Häufige Fragen

Wie heißt die bekannteste Ronaldo-Frisur?

Undercut mit langem Deckhaar und Seitenscheitel.

Was verlangt man beim Friseur?

Ein Foto zeigen und die Maschinenstufe für die Seiten nennen.

Funktioniert das mit Locken?

Nicht als glatter Seitenscheitel – besser ein Fade mit natürlicher Locke.

Wie oft muss nachgeschnitten werden?

Bei Fades alle drei bis vier Wochen.

Welches Produkt eignet sich?

Pomade oder Wachs mit starkem Halt.

Wer trug den Schnitt mit dem Dreieck?

Ronaldo Nazário bei der WM 2002.

Passt jeder Schnitt zu jedem Gesicht?

Nein, die Gesichtsform entscheidet über Höhe und Seitenvolumen.

Kann man den Fade selbst schneiden?

Der Übergang ist der schwierige Teil – dort scheitern die meisten Versuche.

Quellen

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