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Curtain Bangs: Vorhangpony schneiden, stylen, rauswachsen

Kurzantwort: Curtain Bangs sind ein in der Mitte geteilter Pony, dessen Strähnen nach beiden Seiten fallen. Vorn sind sie kürzer, meist auf Höhe von Augenbraue bis Wangenknochen, und werden nach außen länger. Sie gehen seitlich ins Deckhaar über, deshalb wachsen sie unauffälliger heraus als ein gerader Pony.

Der deutsche Name lautet Vorhangpony, und er beschreibt es genau: zwei Hälften, die wie ein aufgezogener Vorhang links und rechts am Gesicht liegen.

Der Schnitt taucht in Suchanfragen seit Jahren zuverlässig auf, weil er zwei Dinge zusammenbringt. Er verändert den Look deutlich und ist trotzdem reversibel.

Hier steht, woher der Schnitt kommt, wie er gearbeitet wird, was er im Alltag an Zeit kostet und wie lange das Herauswachsen dauert.

Was Curtain Bangs ausmacht

Ein klassischer Vollpony endet auf einer waagerechten Linie und bedeckt die Stirn komplett. Beim Vorhangpony fehlt genau diese Linie.

Die kürzeste Stelle liegt in der Mitte, oft zwischen Augenbrauen und Nasenrücken. Von dort verlängert sich der Schnitt nach außen, bis er auf Wangen- oder Kinnhöhe im übrigen Haar verschwindet.

Das Ergebnis ist eine weiche A- oder V-Form. Der Übergang zum Deckhaar bleibt fließend, harte Kanten gibt es nicht.

Getragen wird der Schnitt fast immer mit Mittelscheitel. Ein tiefer Seitenscheitel kippt die Gewichtung und lässt eine Seite hängen.

Woher der Schnitt stammt

Neu ist die Idee nicht. Der Wikipedia-Eintrag zum Pony führt den Außenwellenpony als Föhnfrisur der 1970er Jahre — der Pony wird zweigeteilt, jeweils zur Seite geföhnt und an den Spitzen nach außen gedreht.

Als bekannteste Trägerin gilt Farrah Fawcett, deren Frisur aus der Serie „Drei Engel für Charlie“ den Look des Jahrzehnts prägte. Schon in den 1960ern trug Brigitte Bardot eine verwandte Form.

Der englische Begriff curtain bangs ist deutlich jünger. Er verbreitete sich vor allem über soziale Netzwerke und wurde im deutschen Sprachraum als Vorhangpony übersetzt.

Einen zusätzlichen Schub gab die Zeit der geschlossenen Salons ab Frühjahr 2020. Wer einen geraden Pony hatte und ihn nicht nachschneiden lassen konnte, hatte nach einigen Monaten automatisch die geteilte Variante.

Für wen der Schnitt funktioniert

Zu Gesichtsformen kursieren viele Regeln. Belastbare Untersuchungen dazu gibt es nicht, deshalb sind das Erfahrungswerte aus Salons und keine Fakten.

Als Faustregel gilt, dass der seitliche Verlauf ein rundes Gesicht optisch streckt und eine hohe Stirn kaschiert, ohne sie ganz zu verdecken. Ausprobieren schlägt jede Regel.

Handfester sind die Haareigenschaften. Auf glattem bis leicht welligem Haar liegt der Schnitt am ruhigsten.

Bei starken Locken zieht sich der Pony beim Trocknen deutlich zusammen, deshalb wird er trocken und länger geschnitten. Sehr feines Haar hält die Form schlechter und braucht Ansatzvolumen.

Ein Wirbel am vorderen Haaransatz ist der häufigste Störfaktor. Er drückt eine Seite immer wieder in die falsche Richtung.

Wie er geschnitten wird

Gearbeitet wird meist am trockenen Haar. Nasses Haar hängt länger und zieht sich beim Trocknen hoch, gerade bei Wellen um mehrere Zentimeter.

Die Partie wird als Dreieck vom Mittelscheitel bis etwa zur Höhe der Augenbrauenenden abgeteilt. Alles dahinter bleibt liegen.

Geschnitten wird in Strähnen von innen nach außen, häufig mit senkrecht geführter Schere. So entstehen weiche Spitzen statt einer geraden Kante.

Selbst schneiden ist möglich, macht aber den Rückweg schwer. Ein zu kurz geratener Vorhangpony braucht bei rund einem bis anderthalb Zentimeter Wachstum im Monat mehrere Monate, bis er wieder passt.

Styling im Alltag

Trockengeföhnt wird der Pony zuerst, direkt nach dem Waschen. Später liegen die Strähnen schon in einer Richtung fest.

Nimm eine Rundbürste, ziehe die Partie nach hinten und außen und richte die Föhndüse von oben auf die Strähne. Diese Richtung legt die Schuppenschicht an und ergibt Glanz.

Halte den Föhn etwa fünfzehn Zentimeter entfernt und bewege ihn. Eine Untersuchung an der Yonsei-Universität hat gezeigt, dass Föhnen aus dieser Entfernung mit ständiger Bewegung weniger Schaden hinterlässt als das Trocknen an der Luft.

Am Ende die Kaltstufe. Erst beim Abkühlen fixiert sich die Form, und der Pony hält bis zur nächsten Wäsche.

Für zwischendurch reicht es, die Partie anzufeuchten und neu zu föhnen. Der ganze Kopf muss dafür nicht nass werden.

Nachschneiden und Herauswachsen

Kopfhaar wächst rund einen bis anderthalb Zentimeter im Monat. Nach sechs bis acht Wochen fällt der Pony deutlich tiefer.

Viele lassen deshalb alle acht bis zehn Wochen nachschneiden. Der Termin dauert wenige Minuten und kostet in vielen Salons deutlich weniger als ein voller Schnitt.

Herauswachsen lassen ist der bequeme Teil. Weil die Seiten ohnehin ins Deckhaar übergehen, gibt es keine Stufe, die sich abzeichnet.

Rechne mit etwa einem halben Jahr, bis die kürzeste Stelle Kinnlänge erreicht hat. In der Zwischenzeit lassen sich die vorderen Strähnen mit Klammern nach hinten nehmen.

Häufige Fragen

Wie lang sind Curtain Bangs?

Vorn meist zwischen Augenbrauen und Wangenknochen, außen deutlich länger. Die genaue Länge richtet sich nach Gesichtsform und Haarstruktur.

Kann ich Curtain Bangs selbst schneiden?

Technisch ja, am trockenen Haar und in kleinen Schritten. Der Rückweg dauert allerdings Monate, weil Haar nur rund anderthalb Zentimeter im Monat wächst.

Funktionieren Curtain Bangs bei Locken?

Ja, mit Zugabe. Locken ziehen sich beim Trocknen zusammen, deshalb wird trocken und bewusst länger geschnitten.

Wie oft muss ich nachschneiden lassen?

Alle acht bis zehn Wochen hält die Form. Wer den Pony ohnehin länger tragen will, kann den Abstand strecken.

Wie lange dauert das Herauswachsen?

Bis die kürzeste Stelle auf Kinnhöhe ist, vergeht rund ein halbes Jahr. Stufen zeichnen sich dabei kaum ab.

Brauche ich Hitze zum Stylen?

Nicht zwingend. Bei glattem Haar reicht oft Eindrehen in eine Klammer, bis das Haar trocken ist. Der Föhn liefert nur schneller ein gleichmäßiges Ergebnis.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Marie, Redaktion frauenlifestyle.de — sie schreibt hier über Pflege, Mode und was davon im Alltag trägt.

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