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Haare hochstecken für Anfänger: 5 Frisuren, die wirklich halten

Kurzantwort: Für den Anfang reichen ein Haargummi, vier bis sechs Haarnadeln und eine Bürste. Der einfachste Einstieg ist der tiefe Dutt: Pferdeschwanz binden, Haar um den Ansatz wickeln, mit Nadeln feststecken. Am Vortag gewaschenes Haar hält besser als frisch gewaschenes. Nadeln steckst du gegen die Wickelrichtung ein, dann greifen sie.

Hochsteckfrisuren sehen nach Aufwand aus. Die meisten brauchen aber weniger Technik als ein sauberer Zopf. Sie brauchen die richtige Vorbereitung und zwei Handgriffe, die man einmal verstanden haben muss.

Der Haarknoten ist eine der ältesten Frisuren überhaupt. Laut Wikipedia steckten sich schon attische Frauen im antiken Griechenland das Haar mit Nadeln aus Gold oder Elfenbein auf. In den 1940er Jahren trugen Frauen in der Kriegsindustrie den Knoten, um das Haar bei der Arbeit zu schützen.

Hier stehen fünf Varianten, die ohne Übung gelingen, die Werkzeuge dafür und die Fehler, die jede Hochsteckfrisur nach einer Stunde auflösen.

Vorbereitung: Warum frisch gewaschenes Haar rutscht

Frisch gewaschenes Haar ist glatt und weich. Nadeln und Gummis finden darin wenig Halt. Haar vom Vortag hat etwas Griff, weil sich Talg von der Kopfhaut verteilt hat.

Wenn du am Waschtag hochstecken willst: Trockenshampoo oder ein wenig Haarspray vor dem Stecken geben Griff. Beides macht die Oberfläche minimal rauer.

Bürste das Haar vor dem Stecken vollständig durch. Knoten, die du einwickelst, ziehen später an der Kopfhaut.

Werkzeug: Nadeln, Klammern, Gummis

Für die fünf Frisuren unten brauchst du drei Dinge: ein Haargummi ohne Metallteil, Haarnadeln und ein paar Haarklemmen.

Haarnadeln sind die U-förmigen, offenen Nadeln. Haarklemmen sind die flachen, geschlossenen. Wikipedia beschreibt das Prinzip beider: Sie üben eine Kraft senkrecht zur Haarachse aus und halten das Haar durch Reibung zusammen.

Daraus folgt die wichtigste Regel: Eine Nadel hält nur, wenn sie Haar gegen Haar drückt. Steckst du sie parallel zur Wickelrichtung ein, rutscht sie heraus. Steckst du sie gegen die Richtung ein und drehst sie beim Einführen leicht, verhakt sie sich.

Wähl die Nadelfarbe passend zum Haar. Sichtbare Nadeln sind bei einer lockeren Frisur kein Drama, bei einem glatten Knoten schon.

Fünf Hochsteckfrisuren für den Anfang

1. Der tiefe Dutt

Binde einen Pferdeschwanz im Nacken. Wickle die Länge um den Haargummi, bis nichts mehr übersteht. Die Spitze schiebst du unter den Knoten. Dann steckst du vier Nadeln im Kreuz durch den Knoten in das Haar darunter.

Das ist die Frisur, die Balletttänzerinnen tragen. Sie hält den ganzen Tag, weil der Pferdeschwanz das Gewicht trägt und die Nadeln nur die Form sichern.

2. Der lockere Knoten am Hinterkopf

Gleiches Prinzip, nur auf halber Höhe und mit weniger Spannung. Zieh vor dem Wickeln ein paar Strähnen am Oberkopf leicht heraus. Das gibt Volumen und verzeiht Unebenheiten.

Wickle das Haar locker und steck es mit fünf bis sechs Nadeln. Ein lockerer Knoten braucht mehr Nadeln als ein fester, weil weniger Spannung im Haar steckt.

3. Der French Twist

Kämm das Haar zu einer Seite, als wolltest du einen seitlichen Pferdeschwanz machen. Dann drehst du die gesamte Länge nach innen ein, bis eine senkrechte Rolle am Hinterkopf entsteht. Die Spitzen verschwinden oben in der Rolle.

Die Rolle steckst du von unten nach oben mit Nadeln fest, jeweils schräg durch den Wulst ins Haar darunter. Beim ersten Versuch hilft ein Spiegel hinter dir.

4. Der geflochtene Kranz

Teil das Haar mit einem Mittelscheitel. Flechte auf jeder Seite einen einfachen Zopf. Leg den linken Zopf über den Kopf nach rechts, den rechten nach links, und steck beide Enden unter dem jeweils anderen Zopf fest.

Das funktioniert schon ab Schulterlänge. Lockere die Zöpfe vor dem Feststecken etwas auf, dann wirkt der Kranz voller.

5. Der halbhohe Twist

Nimm das Deckhaar von beiden Schläfen nach hinten. Dreh es zwei-, dreimal ein und steck den Wirbel mit zwei Nadeln fest. Die untere Hälfte bleibt offen.

Das ist die Variante für alle, die noch nicht alles hochstecken wollen. Sie dauert zwei Minuten und hält auch in feinem Haar.

Warum die Frisur nach einer Stunde aufgeht

Die häufigste Ursache: zu wenig Spannung an der Basis. Ein Pferdeschwanz, der locker sitzt, gibt unter dem Gewicht des Knotens nach. Zieh ihn straff, bevor du wickelst. Den Knoten selbst kannst du dann locker lassen.

Zweite Ursache: Nadeln, die nur im Knoten stecken, nicht im Haar darunter. Sie halten den Knoten zusammen, aber nicht am Kopf. Jede Nadel muss den Knoten durchqueren und im Deckhaar landen.

Dritte Ursache: zu viel Produkt. Ein glatt gestyltes Haar mit viel Öl oder Serum bietet keinen Griff. Weniger ist hier mehr.

Vierte Ursache: zu glattes Haar. Wenn nichts hilft, drehst du am Vorabend zwei lockere Zöpfe. Die leichte Welle am Morgen gibt der Frisur Griff.

Für kurzes und feines Haar

Ab Kinnlänge geht der halbhohe Twist. Ab Schulterlänge der tiefe Dutt, wenn du den Pferdeschwanz tief im Nacken bindest und die Spitzen mit Klemmen sicherst.

Feines Haar braucht Volumen an der Basis. Toupier das Deckhaar am Oberkopf leicht an, bevor du den Pferdeschwanz bindest. Nadeln in feinem Haar steckst du in kleine Abschnitte, nicht durch den ganzen Knoten.

Wer Haare hat, die ohnehin bis zu 100 Stück am Tag ausfallen, findet nach dem Öffnen einer Hochsteckfrisur mehr davon in der Bürste. Das ist laut haut.de normal: Die Haare hätten sich ohnehin gelöst, die Frisur hat sie nur festgehalten.

Häufige Fragen

Wie viele Haarnadeln brauche ich?

Für einen festen Dutt vier, für einen lockeren Knoten fünf bis sechs, für einen French Twist sechs bis acht.

Soll ich vor dem Hochstecken Haare waschen?

Besser am Vortag. Frisch gewaschenes Haar ist zu glatt für Nadeln.

Hält eine Hochsteckfrisur auch ohne Haarspray?

Ja, wenn die Basis straff ist und die Nadeln im Haar darunter greifen. Haarspray sichert nur einzelne Strähnen.

Ab welcher Länge kann ich hochstecken?

Der halbhohe Twist geht ab Kinnlänge. Ein vollständiger Dutt braucht mindestens Schulterlänge.

Schaden Hochsteckfrisuren dem Haar?

Nur, wenn sie täglich mit starkem Zug getragen werden. Wechsle die Höhe und Spannung und trag das Haar zwischendurch offen.

Warum rutschen meine Nadeln raus?

Weil sie parallel zur Wickelrichtung stecken. Steck sie gegen die Richtung ein, mit einer leichten Drehung.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Marie, Redaktion frauenlifestyle.de — sie schreibt hier über Pflege, Mode und was davon im Alltag trägt.

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